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Schwellkörper Untersuchung bei Erektionsstörungen

3 min Lesezeit • Von Prof. Dr. med. Frank Sommer • Medizinische Prüfung: Prof. Dr. med. Frank Sommer • Aktualisiert am 14. Apr. 2026

Kurz zusammengefasst

Bei einer Untersuchung der Schwellkörper wird sowohl das Gewebe als auch die Durchblutung genauer betrachtet. Besonders wichtig ist dabei das Verhältnis von Muskelzellen zu Bindegewebe, weil dieses Gleichgewicht entscheidend für die Festigkeit und Stabilität einer Erektion ist. Zusätzlich wird häufig die Durchblutung geprüft. Dafür kann ein Medikament direkt in den Penis gespritzt werden, das gezielt eine Erektion auslöst. So lässt sich beobachten, wie gut sich der Schwellkörper mit Blut füllt und ob das Blut ausreichend gehalten wird.

Überblick

Wann ist eine Schwellkörper-Analyse notwendig?

Viele Männer beklagen sich darüber, dass sie die Erektionshärte, auch Rigidität genannt, nur für ein paar Minuten aufrechterhalten können und dass der Penis an Stabilität während des Geschlechtsverkehrs verliert, wodurch weder der Orgasmus der Partnerin noch der des Mannes erreicht werden kann. Wenn der Penis nicht mehr steif bleibt, kann eine Schwellkörper-Analyse sinnvoll sein.

Wie funktioniert die Schwellkörper Untersuchung?

Eine genaue Analyse lässt sich mit speziellen Apparaten vornehmen, die Aufschluss über die Zusammensetzung des Schwellkörpers geben. Dabei ist vor allem wichtig, wie das Verhältnis von Kollagen, Bindegewebe und glatten Muskelzellen im Schwellkörper ist.

Gesunde Männer haben im Durchschnitt etwa 50 % glatte Muskelzellen im Schwellkörper. Mit zunehmendem Alter oder bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Diabetes, Gefäßproblemen) kann sich das Gewebe verändern und es entsteht mehr Bindegewebe (ähnlich wie Narbengewebe) und weniger Muskelzellen. Bei Männern mit ausgeprägter Erektionsstörung liegt dieser Anteil deutlich niedriger. Das macht das Gewebe weniger elastisch. In der Folge wird die Erektion weicher oder hält nicht mehr so gut. Mit Hilfe der Schwellkörper-Analyse kann der Anteil der glatten Muskelzellen bestimmt werden.

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Ablauf

Wie funktioniert die Schwellkörper-Spritze (SKIT)?

  • Ein Medikament (z. B. Alprostadil) wird mit einer sehr dünnen Nadel direkt in einen Schwellkörper gespritzt.
  • Dieses Medikament sorgt dafür, dass sich die Gefäße öffnen.
  • Es entsteht gezielt eine Erektion.
  • Der Arzt beobachtet wie schnell die Erektion entsteht, wie hart der Penis wird und wie lange die Erektion anhält.

Was zeigt der Farb-Ultraschall (Doppler)?

Das ist eine spezielle Ultraschallform, bei der man den Blutfluss sichtbar machen kann. Der Arzt prüft dabei ob genügend Blut in den Penis fließt und in den Schwellkörpern gehalten werden kann. Wenn das Blut nicht gehalten wird, entsteht zwar eine Erektion, sie fällt aber rasch wieder zusammen.

Ist die Untersuchung schmerzhaft?

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, man spürt nur das kalte Gel. Wenn man eine SKIT durchführt, spürt man den Einstich kurz und spürt danach ein leichtes Brennen oder Druckgefühl.

Ergebnisse

Was sagt das Ergebnis aus?

Ein Penis, der eine gute Erektion aufbauen kann, hat in der Regel über 55 % glatte Muskelzellen. Wenn der Kollagen–Anteil im Penis zunimmt, verschlechtert sich in der Regel die Erektionshärte. Dies kann dazu führen, dass der Mann kaum oder nicht mehr in der Lage ist, eine feste, harte Erektion, die für den Geschlechtsverkehr notwendig ist, aufzubauen bzw. über die Zeit des Geschlechtsaktes aufrechtzuerhalten. Nach dem Erhalt der Resultate können verschiedene therapeutische Maßnahmen ergriffen werden.

Welche Untersuchungen sollten noch durchgeführt werden?

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