Doppler-Duplex-Sonographie bei Erektionsstörungen
Kurz zusammengefasst
Der Penile Duplex-Doppler-Ultraschall ist eine nicht-invasive, bildgebende Untersuchung zur Abklärung einer Erektionsstörung. Mit ihr kann die Durchblutung des Penis sichtbar gemacht und genau gemessen werden. Bei Bedarf wird während der Untersuchung ein Medikament in den Schwellkörper gespritzt, das gezielt eine Erektion auslöst. So kann unter realistischen Bedingungen überprüft werden, wie gut das Blut in den Penis einströmt und ob es dort ausreichend gehalten wird. Auf diese Weise lässt sich erkennen, ob eher ein Durchblutungsproblem vorliegt oder ob das Blut zu schnell wieder aus dem Penis abfließt.
Überblick
Was ist die Doppler-Duplex Sonographie?
Die Doppler-Duplex-Sonographie – auch farbkodierte Doppler-Sonografie genannt verbindet ein normales Ultraschallbild, das das Gewebe sichtbar macht mit der Doppler-Technik die den Blutfluss misst und farbig darstellt. Mit diesen speziellen Untersuchungsverfahren werden z. B. die Blutfluss-Geschwindigkeiten festgestellt, die Richtung des Blutflusses und wieviel Blut in den Schwellkörper hineinfließt, gehalten wird und wieviel Blut wieder herausfließt. Dies ist unter anderem wichtig, um Verengungen oder Verschlüsse im Penisgefäßsystem zu erfassen und notwendig, um u. a. Erektionsstörungen und deren Ursachen sicher zu diagnostizieren.
Warum wird diese Untersuchung durchgeführt?
Die Untersuchung wird eingesetzt, wenn die Ursache einer Erektionsstörung genauer geklärt werden soll. Sie hilft zu unterscheiden, ob ein Problem des Blutzuflusses vorliegt, ob das Blut nicht ausreichend im Schwellkörper gehalten wird oder ob strukturelle Veränderungen des Gewebes im Penis bestehen.

Ablauf
Wie läuft die Untersuchung ab?
Die Untersuchung selbst ist schmerzfrei und dauert meist etwa 15 bis 30 Minuten. Der Arzt trägt Ultraschallgel auf und bewegt einen kleinen Schallkopf über den Penis.
Häufig wird zusätzlich ein Medikament in den Schwellkörper gespritzt, das gezielt eine Erektion auslöst. Dadurch kann der Blutfluss unter realistischen Bedingungen gemessen werden. Währenddessen erscheinen auf dem Bildschirm farbige Signale, die zeigen, wie viel Blut einströmt und wie viel wieder abfließt. Die Ultraschalluntersuchung ist nicht unangenehm. Die Injektion kann kurz spürbar sein, wird aber in der Regel gut vertragen.
Ergebnisse
Was sagt das Ergebnis aus?
Die Messwerte zeigen, ob ausreichend Blut in den Penis gelangt und ob es dort gehalten wird. Ist der Zufluss zu gering, spricht das für eine arterielle Durchblutungsstörung. Fließt das Blut zu schnell wieder ab, liegt möglicherweise eine venöse Abflussstörung vor.
Nicht selten findet sich auch eine Kombination aus beiden Ursachen. Zusätzlich können Veränderungen des Gewebes wie Narben oder Verkalkungen erkannt werden.
Welche weiteren Untersuchungen sind neben der Doppler-Duplex-Sonographie möglich?
- Biothesiometrie (Nervenmessung)
- EMG (zur Erfassung der Beckenbodenmuskulatur)
- Ultraschall-Untersuchung
- Untersuchung zur Erfassung der Zusammensetzung des Schwellkörpers
- Dynanometrie (Messung der Muskelkraft)
- RIGIscan (Methode zur Messung der Erektionsfähigkeit)





