Erektionsstörungen: Untersuchungen und Diagnose
Kurz zusammengefasst
Die Diagnose von Erektionsstörungen umfasst Blutabnahme, Hormonbestimmung und fünf apparative Untersuchungen der Nerven, Muskeln und Penisgefäße. Eine genaue Abklärung ist wichtig – Erektionsstörungen können ein frühes Warnsignal für Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.
Überblick
Warum ist eine genaue Diagnose bei Erektionsstörungen so wichtig?
Für eine dauerhafte Heilung ist es unerlässlich, der Ursache auf den Grund zu gehen. Das Ausstellen eines Rezeptes verhilft bei weitem nicht jedem Mann zu einer Erektion – und behandelt in der Regel nicht die eigentliche Ursache. Eine ausführliche Diagnose gibt dem Facharzt die Möglichkeit, sowohl ein Therapiekonzept zur Behandlung der Erektionsstörungen zu entwickeln als auch eine auf die Grunderkrankung zugeschnittene individuelle Therapie zu erstellen.

Diagnose & Untersuchungen
Wie wird die Diagnose bei Erektionsstörungen gestellt?
Das ausführliche Gespräch mit dem Arzt ist der erste und wichtigste Schritt. Dabei geht es vor allem darum wie die Sexualitätsprobleme aufgetreten sind sowie darum eventuelle andere Erkrankungen zu erfassen. Daran schließt sich eine spezielle Blutabnahme an, um bestimmte Eiweißstrukturen im Blut zu erkennen und zu überprüfen in welchem Gleichgewicht sich die Hormone befinden. Zusätzlich erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung des äußeren Genitals sowie eine Brust- und Bauchuntersuchung.
Untersuchungen
Zur apparativen Diagnostik sollten auf jeden Fall folgende fünf Untersuchungen (Nummer eins bis fünf) durchgeführt werden. Die Untersuchungen sechs und sieben können, müssen aber nicht während der Erstdiagnose durchgeführt werden. Dies ist davon abhängig welcher Befund sich aus den ersten fünf Untersuchungen ergibt:
- Biothesiometrie (Nervenmessung)
- EMG (zur Erfassung der Beckenbodenmuskulatur)
- Ultraschall-Untersuchung
- Doppler-Duplex-Sonographie (zur Messung der 4 Penisgefäße)
- Untersuchung zur Erfassung der Zusammensetzung des Schwellkörpers
- Dynanometrie (Messung der Muskelkraft)
- RIGIscan (Methode zur Messung der Erektionsfähigkeit)
Risiken
Was passiert wenn man Erektionsstörungen nicht abklären lässt?
Eine gründliche Diagnose ermöglicht abzuklären ob ernsthafte organische Erkrankungen wie generalisierte Gefäßerkrankungen vorliegen. Diese können einige Jahre später zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt führen. Die kleinen Gefäße des Penis reagieren auf Veränderungen schneller als die Herzkranzgefäße – Erektionsstörungen können daher ein frühes Warnsignal für schwerwiegende Herzkreislauferkrankungen sein. Wer dies nicht abklären lässt, verpasst die Chance eine solche Erkrankung rechtzeitig zu verhindern.





