Penisinjektion (SKAT) - Die Spritze in den Penis
Kurz zusammengefasst
Bei der Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) wird ein gefäßerweiternder Wirkstoff, beispielsweise Alprostadil (Prostaglandin E1), mit einer dünnen Injektionsnadel direkt in das erektile Gewebe des Penis eingebracht. Diese Methode wird vor allem dann eingesetzt, wenn eine medikamentöse Therapie mit PDE-5-Hemmern nicht den gewünschten Erfolg erzielt.
Überblick
Was ist eine Penisinjektion (SKAT)?
Die intrakavernöse Injektionstherapie ist auch als Spritze in den Penis oder Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT) bekannt.
Die Injektionstherapie wirkt dort, wo Potenzmittel nicht helfen, da der Inhalt der Spritze direkt an den glatten Muskelzellen im Penis ansetzt. Hierdurch werden Störungen im Nervensystem umgangen.
Denn um PDH-5-Hemmer erfolgreich einzusetzen, muss eine gute Nervenfunktion gesichert sein, d. h., der sexuelle Reiz muss über die Nervenbahnen an den Penis weitergeleitet werden. Bei der Anwendung der Injektionstherapie müssen hingegen keine intakten Nerven vorhanden sein, da diese umgangen werden.

Anwendung
Wie funktioniert die Penisinjektion (SKAT) Schritt für Schritt?
Kurz vor dem Sex injiziert der Mann sich (oder die Partnerin ihm) ein Medikament in den Penisschwellkörper. Dieses Medikament bewirkt, dass das Blut in den Penis einströmt. Nach etwa 10-25 Minuten wird der Penis steif und Geschlechtsverkehr möglich. Diese so erzeugte Erektion hält – die richtige Dosierung vorausgesetzt – etwa 30 Minuten bis eine Stunde an.
Für Männer mag die Vorstellung, sich eine Spritze in den Penis zu geben, erst einmal befremdlich wirken. Mit ein wenig Übung überwinden die meisten Männer jedoch die anfängliche Scheu und erfreuen sich einer guten, festen Erektion, die einen befriedigenden Geschlechtsverkehr erlaubt. Für Männer, die sich sich keine Spritze setzen möchten oder dürfen, z. B. weil sie blutverdünnende Medikamente nehmen, kommt alternativ die intraurethralen Medikamente in Frage.
Risiken
Welche Nebenwirkungen kann die Penisinjektion (SKAT) haben?
Wenn die Dosis zu hoch gewählt wurde, kann es zur sogenannten Dauererektion (Priapismus) kommen, was gewebliche Schädigungen des Penis nach sich ziehen kann. Dies kann im schlimmsten Fall zu dauerhafter Impotenz führen. Diese ist in einigen Fällen sogar irreparabel, wenn die Gewebeschädigung zu gravierend ist. In diesen Fällen verhelfen nur noch operative Maßnahmen dem Mann zu einer guten Erektion.
Wichtig: Lassen Sie die Dosis unbedingt von einem Spezialisten festlegen.





