Termin vereinbaren über Kontaktformular oder +49 151 42044956 anrufen
Start / Sexualgesundheit / Bessere Erektionen

Intraurethrale Medikamente bei Erektionsstörungen

2 min Lesezeit • Von Prof. Dr. med. Frank Sommer • Medizinische Prüfung: Prof. Dr. med. Frank Sommer • Aktualisiert am 14. Apr. 2026

Kurz zusammengefasst

Bei der intraurethralen Therapie wird ein kleines, Alprostadil-haltiges Medikament mithilfe eines speziellen Applikators in die Harnröhre eingeführt. Dort wird der Wirkstoff über die Schleimhaut aufgenommen und fördert gezielt die Durchblutung der Schwellkörper. In der Regel kommt es innerhalb von etwa fünf bis zehn Minuten zu einer Erektion. Diese Behandlungsform eignet sich vor allem für Patienten, bei denen PDE-5-Hemmer wie Viagra oder Cialis nicht ausreichend wirksam waren oder nicht vertragen wurden.

Überblick

Was sind intraurethrale Medikamente?

Eine weitere Möglichkeit zur medikamentösen Therapie von Erektionsstörungen und Impotenz sind intraurethrale Medikamente. Bei der intraurethralen Therapie wird eine Art längliche Tablette (Pellet) mit einem Applikator in die Harnröhre eingeführt. Der enthaltene Wirkstoff, ein Prostaglandin, verstärkt den Blutfluss in den Penis.

Potenzsteigerung durch gesunde ErnährungLuststeigerung durch gesunde Ernährung: Sex Food fördert die Potenz.

Ablauf

Wie läuft die Behandlung ab?

Vor der Anwendung wird die Blase etwas entleert, um die Harnröhre zu befeuchten. Der Arzneistoff gelangt über die Harnröhre in den Schwellkörper. Das kleine Zäpfchen, das in die Harnröhre gebracht wird, löst sich auf und der Wirkstoff diffundiert in den Schwellkörper. Spricht der Mann auf das Medikament an, kommt es nach etwa 15 bis 30 Minuten zur Erektion.

Vorteil

Sollte man eine intraurethrale Therapie oder eine Injektions-Therapie wählen?

Die Wirksamkeit ist wie bei der Injektions-Therapie auch bei Nervenstörungen gegeben. Sie ist in der Regel aber geringer ausgeprägt, da bei der intraurethralen Gabe weniger Wirkstoff in den Schwellkörper kommt, als bei der direkten Injektion mit der Spritze.

Der Vorteil der intraurethralen Gabe liegt darin, dass der Mann sich keine Spritze ins Glied setzen muss. Die Methode kommt z. B. in Frage, wenn andere Methoden nicht geeignet sind. Das ist z. B. der Fall, wenn der Mann stark blutverdünnende Medikamente einnimmt und sich daher keine Spritzen setzen darf oder die Therapie mit PDE-5-Hemmern kontraindiziert sind.

Lesen Sie auch

Empfohlen