Selbsttest: Habe ich eine Erektionsstörung?
Kurz zusammengefasst
Ein Selbsttest für Erektionsstörungen gibt erste Hinweise, ob eine erektile Dysfunktion vorliegt und wie stark sie ausgeprägt ist. Der medizinisch anerkannte Standard ist der IIEF-5-Fragebogen (International Index of Erectile Function). Er umfasst 5 Fragen zur Erektionsfähigkeit der letzten 6 Monate und liefert in wenigen Minuten eine erste Einschätzung.
Überblick
Warum ist ein Selbsttest sinnvoll?
Ein Selbsttest bei Erektionsstörungen hilft Männern, erste Anzeichen einer erektilen Dysfunktion diskret zu Hause zu erkennen. Der Test ermöglicht es, psychische von körperlichen Ursachen abzugrenzen und bietet einen schamfreien Einstieg zur Reflexion des eigenen Sexuallebens – ohne sofort einen Arzt aufsuchen zu müssen.

Durchführung
Welche Fragen werden mir gestellt um eine Erektionsstörung zu ermitteln?
- Wie häufig waren Sie während der letzten vier Wochen in der Lage, bei sexuellen Aktivitäten eine Erektion zu bekommen?
- Wenn Sie während der letzten vier Wochen bei sexueller Stimulation Erektionen hatten, wie oft waren Ihre Erektionen hart genug für eine Penetration?
- Wenn Sie während der letzten vier Wochen versuchten, Geschlechtsverkehr zu haben, wie oft waren Sie in der Lage, in Ihre Partnerin einzudringen?
- Wie oft konnten Sie während der letzten vier Wochen beim Geschlechtsverkehr Ihre Erektion aufrechterhalten, nachdem Sie in Ihre Partnerin eingedrungen sind?
- Wie schwierig war es während der letzten vier Wochen, beim Geschlechtsverkehr Ihre Erektion bis zur Vollendung des Geschlechts- verkehrs beizubehalten?
- Wie würden Sie während der letzten vier Wochen Ihre Zuversicht einschätzen, eine Erektion zu bekommen und zu halten?
Auswertung
Was bedeuten meine Testergebnisse?
- 29 - 30 Punkte: Herzlichen Glückwunsch, Sie verfügen über eine hervorragende Erektionsfähigkeit. Für das Thema Potenz gilt „Use it or loose it“. Das heißt regelmäßige sexuelle Aktivität beugt Potenzproblemen vor. Genießen Sie daher weiter eine unbeschwerte Sexualität mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.
- 26 und 28 Punkte: Sie verfügen über gute Erektionen. Um dies zu erhalten und Potenzproblemen vorzubeugen, empfehlen wir Ihnen eine gute Ernährung, regelmäßige sexuelle Aktivität sowie sportliche Betätigung. Übungen, mit denen Sie Ihre Potenz erhalten und sogar steigern können, finden Sie hier.
- 20 und 25 Punkte: Allem Anschein nach, haben Sie leichte Erektionsstörungen. Um dies abzuklären, empfehlen wir Ihnen einen Besuch beim Facharzt, der eine gründliche Diagnose bei Ihnen durchführen sollte. Heutzutage sind Erektionsprobleme sehr gut behandelbar und auch heilbar. Mehr zur Diagnose und Behandlung von Erektiler Dysfunktion finden Sie hier.
- 11 - 19 Punkte: Sie haben Erektionsstörungen im mittleren Bereich. Bitte nehmen Sie Ihre Probleme nicht auf die leichte Schulter, da Erektionsprobleme auch Vorboten von Herzinfarkt und Schlaganfall sein können. Dies kann durch eine rechtzeitige Diagnose allerdings vermieden werden. Sie sollten Ihre Erektionsstörungen daher unbedingt von einem Facharzt abklären lassen. Erektionsprobleme lassen sich heutzutage sehr gut behandeln. Mehr zur Diagnose und Behandlung von Erektiler Dysfunktion finden Sie hier.
- 1 und 10 Punkte: Sie haben schwere Erektionsstörungen. Achtung: Erektionsprobleme können Vorboten von Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Dies kann durch eine rechtzeitige Diagnose vom Facharzt geklärt und vermieden werden. Sie sollten Ihre Erektionsstörungen daher unbedingt untersuchen lassen. Erektionsprobleme lassen sich heutzutage sehr gut behandeln. Mehr zur Diagnose und Behandlung von Erektiler Dysfunktion finden Sie hier.

Diagnose
Ersetzt der Selbsttest einen Arztbesuch?
Nein, ein Selbsttest ersetzt keinen Arztbesuch. Online-Fragebögen wie der IIEF-5 dienen nur der ersten Orientierung. Ein Urologe ist notwendig, da Erektionsstörungen oft Symptome für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder hormonelle Störungen sind. Nur durch Anamnese, Ultraschall und Blutuntersuchungen lassen sich die genauen Ursachen feststellen. Selbst leichte Erektionsprobleme können Frühwarnzeichen für Gefäßerkrankungen sein.





