Elektrostimulation bei Erektionsstörungen
Kurz zusammengefasst
Die Elektrostimulation ist ein modernes, nicht-invasives Therapieverfahren zur Behandlung von Erektionsstörungen. Dabei werden elektrische Impulse eingesetzt, um gezielt Nerven- und Muskelstrukturen zu aktivieren. Durch die Stimulation kommt es zu einer Verbesserung der Durchblutung im Schwellkörper.
Übersicht
Was ist Elektrostimulation bei Erektionsstörungen?
Damit eine Erektion entsteht und aufrecht erhalten wird, müssen sich die Schwellkörper mit Blut füllen. Das Blut wird über Muskelzellen in die Schwellkörper gepumpt und dort gehalten. Elektrische Reize bringen Muskeln dazu, sich zusammenzuziehen – ähnlich wie beim Krafttraining. Die Elektrostimulation hat je nach Programmwahl und Erektionsstörung einen sehr positiven Einfluss auf die Infrastruktur des Penis und auch auf den Aufbau der Potenzmuskulatur. Bei einer speziellen Art von Erektionsstörungen ist die Behandlung mit Elektrostimulation weitaus erfolgreicher ist als die Einnahme von Viagra®. Hier finden Sie entsprechende Produkte.

Behandlungsablauf
Wie läuft die Behandlung ab?
Eine Sitzung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. Während einer Sitzung liegt der Patient entspannt auf einer Untersuchungsliege
Die Elektroden werden obeflächlich an den Muskeln befestigt. Es ist kein operativer Eingriff notwendig. Meistens liegen die Elektroden am Penisschaft, im Dammbereich (zwischen Hoden und After) und oberhalb des Schambeins.
Der Arzt stellt an den Geräten Frequenz, Impulsdauer und Intensität ein. Eine Narkose ist nicht erforderlich.
Während der Behandlung spürt man ein rhythmisches Ziehen oder leichtes Pulsieren. Das entsteht, wenn sich der Muskel zusammenzieht und entspricht einem passiven Muskeltraining.
Nach der Sitzung werden die Elektroden entfernt und die Haut gereinigt. Es sind normalerweise keine Ausfallzeiten nötig und der Patient kann direkt in seinen Alltag gehen.
Die Behandlung wird insgesamt 3 mal pro Woche für 6 Monate durchgeführt.
Wann sind erste Ergebnisse sichtbar?
Die ersten Ergebnisse können schon nach ein paar Monaten nach Beginn der Therapie ersichtlich sein. Bei manchen Patienten dauert es aber auch länger, bis die ersten Effekte auftreten. Ob die Behandlung erfolgreich ist, kann ein Experte für Männergesundheit auf Basis der individuellen Erektionsstörung am besten abschätzten.
Kann man beides kombinieren?
Bei der Elektrostimulation soll eine langfristige Lösung erreicht werden. Pillen können helfen, Symptome zu lindern und kurzfristig helfen eine Erektion zu erreichen. Man kann also mit Pillen die Übergangszeit bis zur Wirkung der Stimulationstherapie überbrücken.
Vorteile & Risiken
Welche Vorteile bietet die Stromtherapie?
In einer wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass eine Heilung von Erektionsstörungen möglich ist. In der Studie wurden 252 Patienten, die sowohl eine Schwächung der glatten Muskelzellen im Schwellkörper als auch des Beckenbodens hatten, in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe erhielt dreimal in der Woche eine Elektrotherapie des Schwellkörpers und des Beckens. Die andere Gruppe durfte so häufig wie persönlich gewünscht Viagra® einnehmen. Die maximale Einnahmedosis von 100 mg Viagra® pro Tag wurde dabei nicht überschritten.
Nach einer sechsmonatigen Therapie erfolgte eine einwöchige Pause (eine sogenannte "Auswaschphase"). Dann wurde über vier Wochen getestet, ob die Männer, die vor der Studie an Erektionsstörungen gelitten haben, wieder in der Lage waren, eine erfüllte Sexualität zu erleben.
Bei der Frage "Hat die Therapie Ihre Erektion verbessert?" antworteten 93 % der Männer, die die Elektrotherapie erhalten hatte mit "Ja". In der Gruppe in der Männer, die Viagra erhalten hatten, wurde dies nur von 27 Prozent bejaht.
Daher kann mit einer guten Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass eine spezielle Elektrotherapie der glatten Muskelzellen im Corpus Cavernosum und der quergestreiften Beckenbodenmuskulatur bei selektierten Männern mit Erektionsstörungen zu einer Heilung von Erektionsstörungen führt. Bislang gab es keine zugelassene Therapie, die zu einer Heilung von Erektionsstörungen führen könnte. Das bedeutet, dass in der gängigen Praxis nur die Symptome behandelt werden: Benötigt der Mann eine Erektion, werden in der jeweiligen Situation Medikamente wie beispielsweise Viagra® eingenommen oder es wird ein Medikament lokal in den Schwellkörper appliziert.
Im Rahmen einer ausführlichen Diagnose ermitteln wir sehr detailliert die Ursachen der Erektionsstörungen und stellen gemeinsam mit dem Patienten ein individuelles Therapiekonzept zusammen, das für ihn am erfolgversprechendsten ist.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Jeder Mensch ist unterschiedlich und daher können Nebenwirkungen und Komplikationen zwischen verschiedenen Personen auch unterschiedlich auftreten. Trotzdem sollte man vor einer Elektrostimulation an verschiedene Punkte denken:
Herzschrittmacher/implantierte Geräte: Es sollte mit dem behandelnden Arzt/Ärztin besprochen werden, ob dieses eine Kontaindikation für die Therapie darstellt. In vielen Zentren wird eine Therapie nicht angeboten, wenn bei dem Patienten ein Herzschrittmacher vorliegt.
Schmerzen: In der Regel ist die Therapie schmerzarm bis schmerzfrei, da nur sehr milde, kontrollierte Impulse verabreicht werdend.





