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Penisverdickung

13 min Lesezeit • Von Prof. Dr. med. Frank Sommer • Medizinische Prüfung: Prof. Dr. med. Frank Sommer • Aktualisiert am 14. Apr. 2026

Kurz zusammengefasst

Eine Penisverdickung (Penisverbreiterung) ist ein chirurgischer oder minimalinvasiver Eingriff aus dem Bereich der Intimchirurgie. Ziel ist es, den Umfang des Penis im schlaffen und teilweise auch im erigierten Zustand zu vergrößern. Der tatsächliche Effekt ist jedoch meist begrenzt, während gleichzeitig verschiedene Risiken bestehen. In vielen Fällen stehen diese Risiken in keinem ausgewogenen Verhältnis zum möglichen Nutzen.

Überblick

Kann ich meinen Penis dicker machen lassen?

Ja, es gibt verschiedene Methoden zur Penisverbreiterung. Der Penis bereitet vielen Männern immer wieder Kopfzerbrechen – und zwar selbst dann, wenn das „beste Stück“ über eine völlig normale Länge verfügt und auch der Umfang den allgemeinen Durchschnittswerten entspricht. Einige Männer entschließen sich dazu, an den Maßen etwas zu ändern und chirurgisch „nachbessern“ zu lassen. Realistisch ist, dass der Umfang eines Penis durch einen solchen Eingriff etwa einen Zentimeter größer wird.

Für wen eignet sich eine Penisverdickung?

Eine Penisverdickung eignet sich für Männer, die mit ihrem Penisumfang dauerhaft unzufrieden sind und diesen Wunsch nach ausführlicher ärztlicher Beratung weiterhin haben. Bei einem Mikropenis (unter 7,5 Zentimeter erigiert) oder erheblicher psychischer Belastung kann eine medizinische Indikation vorliegen. Viele Männer entscheiden sich jedoch auch ohne medizinische Notwendigkeit für den Eingriff und tragen die Kosten selbst. Voraussetzung ist ein realistisches Erwartungsmanagement: Der Umfang nimmt um etwa 1 bis 2 Zentimeter zu, und die Komplikationsrate ist je nach Methode erheblich. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem erfahrenen Facharzt ist in jedem Fall unerlässlich.

Welche Methoden zur Penisverdickung gibt es?

Es gibt drei gängige Methoden zur Penisverdickung, die sich in Aufwand, Kosten, Haltbarkeit und Risiken deutlich unterscheiden: die Unterspritzung mit Hyaluronsäure, die Eigenfett-Transplantation und das ADM-Implantat. Hyaluronsäure ist die schonendste Methode, hält aber nur begrenzt. Eigenfett ist dauerhafter, erfordert aber eine Fettabsaugung. Das ADM-Implantat ist die aufwändigste Methode mit der höchsten Komplikationsrate.

Hyaluronsäure

Wie läuft eine Penisverdickung mit Hyaluronsäure ab?

Die Hyaluronsäure-Unterspritzung zur Verdickung des Penis ist ein sehr schonender Eingriff. Der Patient wird in einen Dämmerschlaf versetzt und der Penis lokal betäubt. Mit einer stumpfen Mikrokanüle injiziert der Arzt das Hyalurongel in den Penisschaft und verteilt es gleichmäßig. Das Risiko von Verletzungen an Blutgefäßen lässt sich durch die stumpfe Kanüle minimieren. Die Einstichstelle ist später nicht mehr zu erkennen. Nach der Behandlung wird ein spezieller Verband angelegt, der über einen Zeitraum von etwa drei Wochen getragen werden sollte. Dieser verhindert eine asymmetrische Verteilung des Hyalurons. Insgesamt dauert der Eingriff 20 bis 40 Minuten. Danach muss der Patient noch etwa eine Stunde zur Beobachtung in der Klinik bleiben.

Welches Ergebnis ist mit Hyaluronsäure realistisch?

Das Ergebnis ist sofort sichtbar, das endgültige Resultat zeigt sich nach etwa drei Wochen. Die Umfangszunahme beträgt etwa 1 bis 2 Zentimeter. Da die Hyaluronsäure vom Körper langsam abgebaut wird, hält das Ergebnis etwa 12 bis 18 Monate. Danach muss die Behandlung wiederholt werden, um das Volumen zu erhalten.

Welche Risiken hat eine Penisverdickung mit Hyaluronsäure?

Bei der Hyaluronsäure-Methode sind die Nebenwirkungen in der Regel minimal. Auftreten können leichte Rötungen, Schwellungen oder Juckreiz. Diese Symptome klingen aber meist schnell und von alleine wieder ab. Da Hyaluronsäure natürlicherweise im Körper vorkommt, sind allergische Reaktionen unwahrscheinlich. Die Erektionsfähigkeit wird nicht beeinträchtigt, da der Schwellkörper unangetastet bleibt. Es besteht ein geringes ästhetisches Risiko, wenn sich die Hyaluronsäure nicht vollkommen gleichmäßig verteilt. Dieses optische Problem kann aber in einer Folgebehandlung nachkorrigiert werden.

Was kostet eine Penisverdickung mit Hyaluronsäure?

Die Kosten für eine Penisverdickung mit Hyaluronsäure liegen zwischen 1.000 und 3.000 Euro, abhängig von der Menge an Hyaluronsäure, die benötigt wird. Da die Behandlung etwa jährlich wiederholt werden muss, summieren sich die Kosten über die Jahre. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, da es sich um einen ästhetischen Eingriff handelt.

Wann ist nach einer Hyaluronsäure-Behandlung wieder Sex möglich?

Nach etwa drei Wochen ist Geschlechtsverkehr wieder uneingeschränkt möglich. In dieser Zeit sollte Druck auf den Penis vermieden werden, damit sich das Hyaluron gleichmäßig mit dem Gewebe verbinden kann.

PMMA

Wie läuft eine Penisverdickung mit PMMA ab?

PMMA (Polymethylmethacrylat) ist ein permanenter Filler, der winzige Mikrokügelchen enthält. Nach der Injektion bildet sich körpereigenes Kollagen um diese Kügelchen, wodurch nach und nach eine dauerhafte Gewebeverdickung entsteht. Das Ergebnis ist gewissermaßen ein „lebendes Implantat", das in das körpereigene Gewebe einwächst. Die Anwendung ähnelt der Hyaluronsäure-Behandlung: Der Penis wird lokal betäubt und das Material mit einer Kanüle unter die Penishaut injiziert und verteilt. Da PMMA nicht vom Körper abgebaut wird, sind in der Regel nur wenige Sitzungen nötig, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Je nach gewünschtem Umfang werden etwa 20 bis 30 Milliliter PMMA injiziert. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Welches Ergebnis ist mit PMMA realistisch?

PMMA liefert von allen Filler-Methoden die stärkste vergrößernde Wirkung. In einer Studie mit über 750 Patienten wurde eine mittlere Umfangszunahme von 2,4 Zentimetern gemessen – deutlich mehr als bei Hyaluronsäure oder Eigenfett. Das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa sechs Monaten, wenn das Kollagen vollständig um die Mikrokügelchen gewachsen ist. Das Ergebnis ist dauerhaft.

Welche Risiken hat eine Penisverdickung mit PMMA?

PMMA gilt als sicher, wenn hochwertige, zugelassene Produkte verwendet werden. Allerdings sind bei permanenten Fillern die Risiken höher als bei temporären Methoden wie Hyaluronsäure. Mögliche Komplikationen sind chronische Entzündungen, Granulombildung (Knötchen im Gewebe) und Asymmetrien. Falls Regionen mit Knotenbildung entstehen, können leichte Massagen helfen. Der entscheidende Nachteil: Da PMMA dauerhaft im Körper verbleibt, ist eine Korrektur oder Entfernung bei Problemen deutlich aufwändiger als bei anderen Methoden. Wer eine PMMA-Behandlung in Erwägung zieht, sollte daher einen erfahrenen Arzt wählen, der regelmäßig solche Eingriffe durchführt. In der Vergangenheit haben experimentelle Behandlungen mit minderwertigen Silikon- und PMMA-Produkten zu schweren Komplikationen geführt. Patienten sollten daher ausschließlich auf in Deutschland zugelassene Produkte und zertifizierte Kliniken setzen.

Was kostet eine Penisverdickung mit PMMA?

Die Kosten für eine Penisverdickung mit PMMA liegen zwischen 2.500 und 4.000 Euro, abhängig von der benötigten Menge und der Anzahl der Sitzungen. Da das Ergebnis dauerhaft ist, fallen im Gegensatz zur Hyaluronsäure keine regelmäßigen Auffrischungskosten an. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Wann ist nach einer PMMA-Behandlung wieder Sex möglich?

Nach einer PMMA-Behandlung sollte für etwa sechs bis acht Wochen auf sexuelle Aktivitäten verzichtet werden. In dieser Zeit wächst das Kollagen um die Mikrokügelchen und das Gewebe stabilisiert sich. Leichter Sport ist nach etwa einer Woche wieder möglich.

Eigenfett

Wie läuft eine Penisverdickung mit Eigenfett ab?

Bei der Eigenfett-Methode wird zunächst an einer geeigneten Körperstelle Fett entnommen. Besonders vorteilhaft ist eine Fettabsaugung am Bauch, denn ein schlanker Bauch lässt den Penis optisch zusätzlich größer erscheinen. Auch an Hüfte, Oberschenkeln oder Flanken können Fettpolster entnommen werden. Das gewonnene Fett wird nach der Entnahme gereinigt und aufbereitet. Anschließend injiziert der Arzt das Eigenfett mit einer Mikrokanüle in gleichmäßigen Abständen entlang des Penisschaftes. Es reichen etwa 40 bis 50 Milliliter Eigenfett. Der gesamte Eingriff dauert etwa eine Stunde und erfolgt unter örtlicher Betäubung oder leichtem Dämmerschlaf. Ein Verband schützt in den nächsten Wochen vor großem Druck und fördert ein optimales Anwachsen des Fetts.

Welches Ergebnis ist mit Eigenfett realistisch?

Die Umfangserweiterung beträgt bei Eigenfett bis zu 40 Prozent. Wie stark die Verdickung letztlich ausfällt, zeigt sich nach etwa 4 bis 8 Wochen. Nicht alle Fettzellen werden vom Körper dauerhaft aufgenommen: Etwa 50 bis 70 Prozent der Fettzellen wachsen an und bleiben bestehen. Der Rest wird vom Körper abgebaut. Falls das Ergebnis nicht ausreicht, kann der Eingriff nach frühestens 6 bis 8 Wochen wiederholt werden. Durch eine zweite Aufspritzung lässt sich das volle Potenzial erreichen.

Welche Risiken hat eine Penisverdickung mit Eigenfett?

Bei der Eigenfett-Methode bestehen wie bei allen operativen Eingriffen gewisse Risiken. Dazu gehören das übliche Narkoserisiko, Wundheilungsstörungen, Nachblutungen oder Infektionen. Bei der Verwendung von Eigenfett kann es außerdem zu sogenannten Nekrosen kommen, bei denen bestimmte Zellen absterben. Ein ästhetisches Risiko besteht, wenn sich das Fett ungleichmäßig verteilt oder mit der Zeit unregelmäßig absorbiert wird. Dies kann zu Dellen oder Unebenheiten führen, die gegebenenfalls eine Korrektur erfordern.

Was kostet eine Penisverdickung mit Eigenfett?

Die Kosten für eine Penisverdickung mit Eigenfett liegen zwischen 3.500 und 6.000 Euro. Der höhere Preis im Vergleich zur Hyaluronsäure erklärt sich durch den größeren Aufwand: Die Fettzellen müssen durch eine Fettabsaugung gewonnen und aufbereitet werden. Dafür ist das Ergebnis dauerhafter. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Wann ist nach einer Eigenfett-Behandlung wieder Sex möglich?

Nach etwa sechs Wochen ist Geschlechtsverkehr wieder möglich. In dieser Zeit sollte Druck auf den Penis vermieden werden, um ein optimales Anwachsen der Fettzellen zu gewährleisten. Leichter Sport ist nach etwa einer Woche wieder möglich.

ADM-Implantat

Was passiert bei einer Penisverdickung mit ADM?

Bei PGE-Operationen wird in den vergangenen Jahren immer häufiger eine Acellular dermale Matrix (ADM) verwendet. Dabei handelt es sich um eine Art Implantat, mit der der Penis-Umfang vergrößert werden kann. ADM wird aus der Verarbeitung von menschlichem oder tierischem Gewebe gewonnen.

Je nach der körperlichen Konstitution des Patienten, aber auch abhängig vom konkret geplanten OP-Verlauf, erfolgt der Eingriff meistens bei lokaler Anästhesie (zum Beispiel Spinalanästhesie). Unter bestimmten Umständen ist auch eine Vollnarkose möglich. 

Zur eigentlichen Vorgehensweise der Operation: Der Patient wird in Rückenlage positioniert, denn der Penis muss natürlich für den Operateur gut zugänglich sein. Um ein sogenanntes „peniles Degloving“ durchführen zu können, erfolgt zunächst eine zirkumferentiale subcoronale Inzision. Als Inzision wird allgemein ein operativer Einschnitt bezeichnet; zirkumferentiell bedeutet, dass nicht nur ein einzelner Schnitt erfolgt, sondern, dass rundherum etwas beschnitten wird. Bei der zirkumferentialen subcoronalen Inzision verlieren Männer, die noch ihre Vorhaut haben, eben diese. Bei einer PGE-Operation ist das in der Regel nicht zu vermeiden. Die Inzision wird allerdings nur durch die oberflächliche Haut und durch die sogenannte Colles-Faszie durchgeführt. Die sogenannte Bucksche-Faszie bleibt erhalten.

Was passiert beim penilen Degloving?

Die zirkumferentiale subcoronale Inzision ermöglicht das penile Degloving. Beim penilen Degloving wird während der Operation die äußere Penishaut temporär einmal kurz in Richtung Penisbasis geschoben. Mittlerweile wurden ein bis zwei Lagen ADM vorbereitet. Die jeweilige Größe dieser ADM-Lagen wird individuell der Penisgröße des Patienten angepasst. Dann erfolgen verschiedene Inzisionen rund um den Penis; auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass es nach dem Eingriff zu einer Blutgefäßgeneration kommen kann.

Die modifizierten ADM-Lagen werden schließlich um den Penis herumgelegt, direkt von unterhalb der Eichel (wo die zirkumferentiale subcoronale Inzision erfolgte) bis zur kompletten Penisbasis, die ja durch das penile Degloving freigelegt worden ist. Die ADM-Lagen werden an der Bukschen-Faszie, die ja erhalten geblieben ist, mit 4-0-Vicryl-Fäden angenäht. Danach wird die gesamte Penishaut wieder rekonstruiert und ein Druckverband angelegt, um zu verhindern, dass es zu größeren Hämatomen oder Ödemen des Penis kommt. Meistens wird auch noch eine antibiotische Prophylaxe durchgeführt, um zu verhindern, dass Infekte entstehen. Diese Antibiotikagabe erfolgt bis zu einer Woche nach dem operativen Eingriff.

Welches Ergebnis ist mit ADM realistisch?

Die realistische Vermehrung des Penisumfangs beträgt bei einer PGE-Operation mit Einsatz von ADM zirka 1,1 Zentimeter.

Wie fühlt sich der Penis nach der Operation an?

Viele Patienten berichten, dass es – nach den zwei Monaten Enthaltsamkeit – zu gehörigen Unannehmlichkeiten bei der Erektion kommt. Tatsache ist, dass der Penis weniger mobil ist, wenn er über ein ADM-Transplantat verfügt. Kurzum: Das „beste Stück" mag dann zwar dicker sein und auch optisch mehr hermachen – aber ein erfüllteres Sexleben muss das noch lange nicht bedeuten. Ganz im Gegenteil. Es gibt viele Patienten, die sich nach einer gewissen Zeit die ADM-Transplantate wieder entfernen lassen – auch das geht aber natürlich nur wieder mit einer aufwändigen Operation.

Wann ist nach einer ADM-Operation wieder Sex möglich?

Bis man(n) sich an seinem dicker gewordenen Penis ausgiebig erfreuen kann, ist Geduld gefragt. In den ersten zwei Monaten nach einer PGE-Operation sollte auf sexuelle Aktivitäten komplett verzichtet werden. Der Penis braucht diese Zeit, um zu regenerieren und sich vom Eingriff zu erholen.

Welche Komplikationen können bei einer Penisverdickung mit ADM auftreten?

Mehr als 60 Prozent der befragten Patienten erklärten, dass sie während der Erektion „unangenehme Gefühle“ hatten. Bei über 15 Prozent der Patienten verzögerte sich der Heilungsprozess so sehr, dass es teilweise zu Hauteinrissen kam. Die Hauteinrisse waren mitunter so stark, dass das Transplantat von außen sichtbar wurde. Etwa 13 Prozent der Patienten waren enttäuscht darüber, dass die Dicke des Penis nicht so signifikant zugenommen hatte wie erhofft.

Das Hämatom am Penis nahm bei mehr als zehn Prozent der Patienten größere Dimensionen an als allgemein zu erwarten war. Bei fast vier Prozent der Patienten trat eine sogenannte Hautnekrose auf; das bedeutet, dass im operierten Bereich teilweise die Haut abgestorben ist. Trotz Antibiotikagabe kam es bei über fünf Prozent Patienten zu einer Wundinfektion.

Die vielleicht bemerkenswerteste Zahl aus der Studie von Tingmin Xu ist aber diese: 90 Prozent der Patienten sagten nach dem operativen Eingriff, dass sie eine solche OP nie wieder machen würden.

Schauen wir uns die grundsätzlichen Komplikationen einmal etwas näher an: Falls die Vorhaut nicht entfernt wird, kann es zu einem Vorhautödem kommen. Aus diesem Grund wird bei einer PGE-Operation mit ADM die Vorhaut eigentlich routinemäßig entfernt. Eine Vorhautschwellung kommt zustande, weil der Lymphabfluss verhindert wird. Das kann im ungünstigsten Fall bis zu einem Harnverhalt führen, je nachdem, wie groß die Schwellung ist. 

Nicht selten kommt es auch zu Blutergüssen. Mit Hilfe einer äußeren Kompression sollte in diesem Fall verhindert werden, dass der Bluterguss zu groß wird. Dass es oftmals zu einem verzögerten Heilungsprozess kommt, liegt an den „Spannungen“ rund um die Wunde. Dadurch kann an diesen Stellen einer Reduktion der Blutversorgung und damit auch von Sauerstoff erfolgen. Ohne ausreichend „Nahrung“ für den operierten Bereich ist dort aber kein Heilungsprozess möglich. Dementsprechend kann es zu Einrissen in der Haut kommen, was sehr unangenehm für die Patienten ist. 

Wenn die Blutversorgung nicht mehr richtig funktioniert, können auch  Nekrosen auftreten; konkret: penile Hautnekrosen. Bei einer Nekrose sterben Zellen ab, und zwar aufgrund schädlicher Einflüsse von außen. Je nach Zustand des Gewebes können die Zellen nachwachsen – oder aber auch nicht. Wichtig für eine ausreichende Blutversorgung des Penis ist vor allem das kapillare Netzwerk, welches von der Bauchwand zum Penis geht. Wenn es hier jedoch im Zuge einer PGE-Operation zu Schädigungen gekommen ist, müssen manchmal sogar Hauttransplantationen vorgenommen werden, weil die durch die Nekrose abgestorbenen Zellen eben nicht wieder nachwachsen können. Eine weitere, aber ebenfalls aufwändige Möglichkeit ist es, Schwenklappen zur Therapie einzusetzen. Dies erfordert allerdings erneut einen größeren operativen Eingriff.

Häufig kommt es nach einer PGE-Operation zu Infektionen. Staphylococcus aureus und Escherichia coli sind die beiden Bakterientypen, die in diesem Zusammenhang genannt werden müssen. Ursache ist oft der Urin, der nach dem operativen Eingriff kontaminiert ist und die Wunde beim Urinieren entsprechend mit infiziert. Aber auch nächtliche Erektionen können Hautspannungen hervorrufen, die dann wiederum den Bakterien bessere Möglichkeiten geben, sich auszubreiten und den wunden Bereich zu infizieren.

Alternativen

Gibt es Alternativen zur Penisverdickung?

Eine komplett risikofreie Möglichkeit für einen optisch größeren Penis ist eine Reduktion des Körpergewichts. Im Bauchfett kann der Penisansatz für zwei bis drei Zentimeter verschwinden. Wer abnimmt, kann sein bestes Stück wieder größer zum Vorschein kommen lassen. Eine Fettabsaugung im Schambereich erzielt denselben Effekt schneller und lässt den Penis freier liegen. Auch eine Intimrasur lässt den Penis optisch größer und dicker wirken, wenn er nicht von Schamhaaren umwuchert ist.

Grundsätzlich gilt: Der Penisumfang hat keinen Einfluss auf die sexuelle Performance. Studien zeigen, dass 85 Prozent der Frauen mit der Penisgröße ihres Partners zufrieden sind. Die Qualität des Sex hängt nicht vom Umfang ab, sondern von Einfühlungsvermögen, Technik und Kommunikation.

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